17

Juni

2024

Reizwort postkolonial - Polemik oder kritische Selbstreflexion?

Vortrag und Diskussion

Uhrzeit: 18:00 Uhr - 20:00 Uhr

Veranstaltungsort: Schlatterhaus, Österbergstr 2, 72074 Tübingen, mit Online-Übertragung

Veranstalter: Forum Ökumene, Evang. Akademie Bad Boll, EMS

Postkoloniale Theorie stellt die Frage, in welcher Weise Jahrhunderte kolonialer Expansion unser Denken und Handeln bis heute prägen. In Deutschland war der Kolonialismus lange verdrängt worden. Heute sind postkoloniale Perspektiven aus dem akademischen Raum, aus den Medien, aus der Debatte um die Rückgabe kolonialer Raubkunst nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig ist „postkolonial“ zu einem Reizwort geworden. Die Vorwürfe lauten Nähe zum Antisemitismus, Verengung auf Opferrollen und Einzelinteressen, ein vereinfachtes Weltbild weißer Vorherrschaft,
„Wokeness“ als elitäre Attitüde. Werden solche Vorwürfe postkolonialen Studien gerecht? Sind sie Ausdruck einer eurozentrischen Sichtweise, die tatsächliche Machtverhältnisse leugnet? Gibt es blinde Flecken, die eine kritische Reflexion nötig machen?
 

Prof. Dr. Nikita Dhawan, Politologin an der TU Dresden, stellt sich diesen Fragen als Protagonistin postkolonialer Theorie. Prof. Dr. Karin Polit, Ethnologin, und PD Dr. Sebastian Pittl, Theologe, beide Universität Tübingen, antworten und eröffnen die Diskussion.

 

Anmeldung für Online-Teilnahme:  www.esg-tuebingen.de/reizwort-postkolonial