Bildung

Von Anfang an im evangelischen Glauben verankert

Der Reformator Philipp Melanchthon gilt als "Preaceptor Germaniae", das heißt als Lehrer ganz Deutschlands. Er setzte sich schon im 16. Jahrhundert dafür ein, dass für alle Kinder, auch Jungen und Mädchen aus der einfachen Bevölkerung, Schulen eingerichtet wurden. Das Modell der heutigen Gymnasien in Deutschland geht auf ihn zurück. Evangelischer Glaube und Bildung gehören von Anfang an eng zusammen - da war er sich mit den anderen Reformatoren einig.

Wo immer evangelische Kirchen sich ausgebreitet haben, ist das so geblieben: Glaube und Bildung gehören zusammen. Ein Christ soll wissen, was er glaubt. Ein Christ soll Zusammenhänge verstehen und sich einbringen können. Frauen und Männer gleichermaßen. Die evangelischen Kirchen sind eine Glaubens- und Bildungsbewegung geworden.

Im Alltag des evangelischen Lebens gilt schon seit 400 Jahren, wozu sich die Regierungen im Artikel 26 der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen im 20. Jahrhundert endlich verpflichtet haben: "Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Der Hochschulunterricht muss Allen gleichermaßen, entsprechend ihren Fähigkeiten, offenstehen. Die Bildung muss auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit gerichtet sein."

Alle Kirchen in der EMS-Gemeinschaft tragen diesen Grundimpuls weiter. Sie richten Schulen ein und, wo es nötig ist, Heime, damit Kinder aus entlegenen Gegenden Schulen besuchen könne. Sie engagieren sich für berufliche Bildung. Sie achten auf eine gute Ausbildung für Pfarrer und Pfarrerinnen und kirchliche Mitarbeiter. Sie setzen sich dafür ein, dass Menschen mit Behinderungen ihre Persönlichkeit entfalten können.

Kein Wunder also, dass ein großer Teil der Projekte, die die Mitglieder bei der EMS beantragen, auf Bildung zielen.

Downloads und Links