Theologische Ausbildung in Gegenwart der Anderen

Die Kirchen in der internationalen EMS-Gemeinschaft leben in Gesellschaften, in denen auch andere Religionen präsent sind – manchmal als Mehrheit, manchmal als Minderheit.

Für einige ist dies eine relativ neue Erfahrung, anderen ist die Gegenwart anderer Glaubensgemeinschaften vertraut. Auch Rechtsstatus, gesellschaftliche Akzeptanz, Geschichte der Beziehung und andere Elemente des Kontextes sind unterschiedlich.

Theologische Ausbildungsstätten wollen Pfarrerinnen und Pfarrer und andere kirchliche Mitarbeitende befähigen, in ihren jeweiligen pluralistischen Situationen von der frohen Botschaft Zeugnis zu geben. Wie wird dabei die multireligiöse Situation theologisch reflektiert? Eine Erfahrung besagt: „Wer Theologie in der Gegenwart anderer Religionen lehrt, muss seine Aussagen viel präziser formulieren.“ Was sind die Ziele, Gegenstände und Lehrmethoden einer Ausbildung, die sich bewusst mit anderen Religionen auseinandersetzt?

Im Rahmen des EMS-Fokus haben sich theologische Ausbildungsstätten in den Jahren 2011 und 2012 in Afrika, Asien und Europa über ihre jeweiligen Konzeptionen und Erfahrungen ausgetauscht, um Impulse für ihre Programme zu gewinnen. Der Austausch erfolgte auf schriftlichem Wege und im Rahmen von Begegnungen.