Indien: Gewalt gegen Frauen

Geschlechtsspezifische Gewalt ist in Indien nach wie vor allgegenwärtig. Die Kirche von Südindien (CSI) möchte Verantwortung übernehmen. Sie sensibilisiert und schult die eigenen Mitarbeitenden und schafft so ein Bewusstsein für Genderfragen.

Gewalt gegen Frauen ist in Indien eine große gesellschaftliche Herausforderung. Denn obwohl Frauen rechtlich den Männern gleichgestellt sind, machen sie häufig die Erfahrung, wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Auch innerhalb der Kirche von Südindien gibt es noch viel zu tun, um Bewusstsein dafür zu schaffen.  

Geschlechtersensible Kirche 

Das Thema der Geschlechtergerechtigkeit steht 2023 und 2024 bei der CSI im Fokus. In den kommenden Jahren möchte die Kirche dazu beitragen, die Gleichstellung der Frauen innerhalb der indischen Gesellschaft weiter auszubauen, nicht nur in und für die innerkirchliche Organisation, sondern auch auf Gemeindeebene.  

Die Kirche von Südindien hat erkannt, dass Geschlechtergerechtigkeit eine entsprechende Genderkompetenz voraussetzt. Dass Geschlechtergerechtigkeit nur dann wirksam gefördert werden kann, wenn Verantwortliche dafür sensibilisiert wurden und auch bereit sind, dies praktisch umzusetzen. Etwas über die Bedeutung geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen zu wissen und Methoden zu kennen, den Betroffenen zu helfen, gehört unmittelbar zusammen. Beides bildet daher einen Schwerpunkt der Fortbildung für Pfarrer*innen und Kirchenverantwortliche.

Indien

Jede dritte Frau zwischen ihrem 15. und 49. Lebensjahr ist häuslicher Gewalt ausgesetzt.

Hinschauen – helfen – handeln 

In den 23 Diözesen der CSI soll mit einer umfangreichen Kampagne ein Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen geschaffen werden. Kirchenverantwortliche und Pfarrer*innen tragen das erworbene Wissen als Multiplikator*innen in ihre Gemeinden. Zu einer wirkungsvollen Prävention gehören auch konkrete Leitlinien, anhand derer kirchliche Einrichtungen Konzepte gegen geschlechtsspezifische Gewalt entwickeln können. In lokalen Arbeitsgruppen sollen Präventionsmaßnahmen und Hilfsangebote für betroffene Frauen und Mädchen entwickelt werden. In Einzel- und Gruppenberatungen steht ihnen die Kirche von Südindien seelsorgerlich zur Seite, informiert sie über ihre Rechte und lehrt Maßnahmen zur Gewaltprävention. Die CSI leistet Basisunterstützung, Beratung und Hilfe für Gewaltopfer.

Projektziele

Die Förderung der Geschlechtergerechtigkeit steht bei der Kirche von Südindien in den Jahren 2023 und 2024 im Fokus. Die Kirche hat erkannt, dass für Geschlechtergerechtigkeit eine entsprechende Genderkompetenz vorhanden sein muss. Geschlechtergerechtigkeit kann nur dann wirksam gefördert werden, wenn die Verantwortlichen in den Kirchen dafür sensibilisiert sind. Das Ziel: Die Gleichstellung der Frauen innerhalb der Gesellschaft weiter auszubauen und zu verstetigen, nicht nur in und für die innerkirchliche Organisation, sondern auch im Sinne eines Motivators für die gesamten Gemeinden.

Projektarbeit

Die Kirche von Südindien möchte die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für Frauen verbessern, strukturelle Gewalt verhindern und so Gewalt gegen Frauen beenden. In den 23 Diözesen der fünf südindischen Bundesstaaten soll mit einer umfangreichen Kampagne ein Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt insbesondere gegenüber Frauen geschaffen werden. Kirchenverantwortliche und Pfarrer*innen tragen das erworbene Wissen als Multiplikator*innen in ihre Gemeinden. Die Einrichtung lokaler Arbeitsgruppen soll Handlungsfelder lokalisieren, durch Präventionsmaßnahmen sexualisierte Gewalt verhindern und Opfern von Gewalt schnelle und unbürokratische Hilfe anbieten. 

Projektpartner

Die Kirche von Südindien (CSI) ist heute mit fast vier Millionen Mitgliedern in 24 Kirchendiözesen und 15.000 Gemeinden die größte evangelische Kirche Indiens. Damit ist sie auch eine der größten protestantischen Kirchen Asiens. Die CSI unterhält Kindergärten, Schulen, Colleges, fachliche Institutionen sowie Krankenhäuser. Beheimatet ist die Kirche in dem großen Gebiet der fünf südlichsten indischen Bundesstaaten: Karnataka, Kerala, Tamil Nadu, Telangana und Andhra Pradesh. Die CSI ist eine unierte Kirche, in der reformierte, lutherische, methodistische und anglikanische Traditionen zusammenfließen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse. Bei allgemeinen Fragen nutzen Sie bitte das unten stehende Kontaktformular. Gerne stehen wir Ihnen auch persönlich für Fragen und weitere Informationen zur Verfügung – telefonisch oder per E-Mail.

 

Solomon P. Benjamin

Fachbereichsleiter Indien und Ostasien

+49 711 636 78 -42

benjamin@dont-want-spam.ems-online.org

Angelika Jung

Fachbereichsleiterin Fundraising

+49 711 636 78 -63

jung@dont-want-spam.ems-online.org

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