8. 11. 2017

Eröffnung meines Umweltbildungs-Cafés NARI

Wie berichtet, hatte ich ja Mitte August den Mietvertrag für mein Büro/Café unterschrieben. Doch nach anfänglicher Euphorie erwieß sich das Projekt leider als totale Katastrophe. Die Wände waren allesamt mehrfach unsauber geflickt, eine Wand war völlig verschimmelt. Mit der Tapete kam der Putz runter - in 4 verschiedenen Farben. Der Boden war völlig uneben. Deshalb sei es ja auch so günstig gewesen, sagt die Vermieterin. Wir haben das mal auf die Größe des Cafés eines Freundes in der Neustadt
umgerechnet und festgestellt: Das stimmt leider auch nicht. Man könnte da einfach mal Geld in die Hand nehmen und das ordentlich sanieren. Ich hatte sogar angeboten die Hälfte der Kosten selber zu tragen (das entspräche in etwa den Kosten einer erneuten Übergangsloesung), aber auf dem Ohr war die gute Frau leider völlig taub. Alles sehr ärgerlich.

Und dann wurde auch noch mein Fördermittelantrag abgelehnt und ich war schon ziemlich verzweifelt. Dann habe ich allerdings aus der Gemeinde vor Ort eine fantastische Flutwelle der Hilfsbereitschaft erlebt, die mich schier überwältigt hat. Einerseits wurde die Renovierung aus dem Missionsbudget der Kirche größtenteils finanziert. Und auf der anderen Seite fanden sich plötzlich Experten für Vertragsrecht, Baustoffkunde, Fundraising usw. und jeder kannte irgendwen der irgendwie helfen konnte. Das tat so gut.

Und so wurde über Wochen gedämmt und tapeziert, Kabel und Bodenbelag verlegt, Lampen und Wasserleitungen installiert, Möbel gefertigt, über einen Wasserfilter diskutiert, eine Spüle eingebaut.