23. 08. 2017

Erschreckende Nachrichten vom Naeseong-Fluss

Pressekonferenz in Museom

Am 21. August erregte "mein" Fluss traurige Aufmerksamkeit, als er is in die landesweiten Nachrichten schaffte. Nur wenige Monate nachdem der Yeongju Staudamm in Betrieb genommen wurde, hatten sich in dem Wasserreservoir in erschreckendem Ausmaß Algen gebildet. Schnell wurde bekannt gegeben, dass es sich um ein Ausnahme-Phänomen handle, da von nahen Bauernhöfen Stallmist in den Fluss gelangt sei. Daraufhin liefen in Museom die Telefone heiß, reihenweise Touristen sagten ihre geplanten Übernachtungen ab. Wer möchte schon in Gülle plantschen?

Nun sahen sich auch (endlich) die Dorfvorsteher genötigt, zu dem Fall Stellung zu beziehen. In der eilig anberaumten Pressekonferenz in Kooperation mit der Naeseong Conservation Group wurde ein Statement verlesen, in dem es unter anderem heißt:

"Wir fordern den sofortigen Stopp von Abwasserabfluss (verschmutztem Wasser) aus dem Staudamm. Wir fordern eine Untersuchung der Wasserqualität durch das Umweltministerium. Wir fordern den Schutz unserer Wasserresourcen. Wir fordern den Schutz der Sandbänke in Museom, dass der Versumpfung Einhalt geboten und der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt wird. Wir fordern eine Untersuchung der ökologischen Auswirkungen des Yeongju Staudamms."