23. 08. 2017

Erschreckende Nachrichten vom Naeseong-Fluss

Und in der Tat hat sich das Wasser des Yeongju Sees erschreckend schnell in einen grünen Tümpel verwandelt. Es wäre aber zu einfach, den angrenzenden Farmern allein die Schuld zuzuschreiben. Und es handelt sich ganz sicher nicht um ein einmaliges Versehen.

Statt dessen kommen mehrere Faktoren zusammen: das Aufstauen eines intakten Flussökosystems zerstört sein natürliches Gleichgewicht. Heimische Tier und Pflanzen Arten können sich nicht an die sich rasant verändernden Umweltbedingungen anpassen und andere Arten (zB Algen) gewinnen die Oberhand. Hinzu kommt, dass durch die 16 Staudämme im Flusslauf des Nakdong (in den der Naeseong fließt) der Sediment Transport beeinträchtigt wird und dadurch die natürliche Filterfunktion des Sands verloren geht. Außerdem sind durch die intensive Landwirtschaft im ganzen Land viele Flüsse eutrophiert (mit Nährstoffen überversorgt), was bei zunehmend längeren und heißeren Sommern einen Algenwuchs zusätzlich begünstigt.