Individuelle Vorbereitung

Praktikum und Sprachkurs

Ein vorbereitendes Praktikum vor der Ausreise kann in Einzelfällen sinnvoll sein, ist aber als zusätzliches Element zu sehen und nicht als Teil der Einsatzzeit. Die Notwendigkeit und Möglichkeiten werden individuell besprochen.
Wir erwarten auch, dass sich die Freiwilligen neben den vorhandenen Sprachkenntnissen in Englisch (bzw. im Fall von Bolivien in Spanisch) mit der Landessprache des späteren Einsatzlandes befassen. Dazu stellen wir Audiomaterial zur Verfügung. Sprachkurse vor Ort werden in einzelnen Ausreiseländern in Regie der Einsatzstellen angeboten.

Medizinische Vor- und Nachsorge

Ein Besuch bei einem Hausarzt, um den allgemeinen Gesundheitszustand zu überprüfen, ebenso wie ein ärztliches Attest einzuholen, ist verpflichtende Voraussetzung zur Teilnahme an einem Ökumenischen Freiwilligendienst. Dies ist für die Krankenversicherung wichtig. Das ÖFP-Team empfiehlt eine Untersuchung nach der Rückkehr beim Hausarzt. Im Difäm in Tübingen sind Nachsorgeuntersuchungen auf Krankenschein möglich.

Reisepass und Visa

Der Reisepass muss bis mindestens sechs Monate nach der Rückkehr gültig sein. Die EMS berät und gibt Hilfestellung.

Finanzierung

Von den Durchführungskosten des Freiwilligendienstes übernimmt die EMS die Seminar- und Reisekosten, Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung und ein Taschengeld. Unterkunft und Verpflegung werden von den Einsatzstellen zur Verfügung gestellt.

Visa-Gebühren

Die/der Freiwillige übernimmt die Visagebühren sowie alle anfallenden Kosten (Umbuchung, Versicherung) bei privater Aufenthaltsverlängerung.

Unterstützerkreis

Von Freiwilligen, die einen Ökumenischen Freiwilligendienst mit der EMS leisten, wünschen wir uns, dass sie einen Kreis von Unterstützerinnen und Unterstützern bilden, die den Einsatz und das ÖFP ideell und finanziell mit tragen, und dass sie von diesen rund 150 Euro pro Auslandsmonat einwerben. Die EMS ist als gemeinnützige Körperschaft anerkannt. Spenden sind steuerlich absetzbar. Die Ein- und Ausgaben dieses Austauschprogramms werden von einem unabhängigen Steuerprüfer geprüft und im jährlichen EMS-Geschäftsbericht veröffentlicht. Nach Eingang der Spenden erhalten alle Personen aus dem Unterstützerkreis eine Spendenbescheinigung.

Die Spenden des Unterstützerkreises dienen den beiden anderen Austauschprogrammen des ÖFP, dem Süd-Nord- und Süd-Süd-Austausch. So können Freiwillige aus den Kirchen der EMS-Gemeinschaft in Afrika, Asien und aus dem Nahen Osten nach Deutschland kommen oder in einer anderen diakonischen Einrichtung der Kirchen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten mitarbeiten. Die Freiwilligen informieren ihren Unterstützerkreis regelmäßig per Rundbrief über ihre Erfahrungen vor Ort, ihren Arbeitsalltag und ihr persönliches Ergehen. Die Unterstützerkreise können für die Freiwilligen eine wichtige "moralische" Stütze sein.

Aufbau des Unterstützerkreises

Der Aufbau eines Unterstützerkreises ist gar nicht so schwierig. Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele positiv auf dieses Ansinnen reagieren:

  • Familienangehörige
  • Bekannte der Eltern
  • Freundinnen und Freunde
  • Kolleginnen und Kollegen
  • Gruppen und Vereine
  • Kirchengemeinden
  • Stadträte und Abgeordnete
  • Stiftungen
  • Firmen und Betriebe, Vereine und Nichtregierungsorganisationen