Donnerstag, 10. November 2022
BMDZ: Hilfe für Flutopfer in Nigeria
Durch schwere Regenfälle sind in Nigeria viele Flüsse über die Ufer getreten und haben zu verheerenden Überschwemmungen geführt. Hunderte Todesopfer sind zu beklagen, zahlreiche Menschen haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Die Basler Mission – Deutscher Zweig (BMDZ) unterstützt die Nothilfe vor Ort und bittet um Spenden.
Seit Juni 2022 wird Nigeria von starken Regenfällen heimgesucht. Regenfälle sind während dieser Jahreszeit normal, es herrscht ja Regenzeit, doch diese sind dieses Jahr besonders heftig. Von den Überschwemmungen sind aktuell 34 der insgesamt 36 Bundesstaaten und rund 3,2 Millionen Menschen des bevölkerungsreichsten afrikanischen Landes betroffen. Rund 1,4 Millionen Menschen wurden obdachlos und benötigen humanitäre Hilfe. Aus verschiedenen Bundesstaaten wurden Choleraausbrüche gemeldet. Verschmutztes Wasser und fehlende Abwassersysteme vergrößern das Risiko für Cholera und andere, durch Wasser übertragbare Krankheiten zusätzlich.
Kurzfristige und langfristige Maßnahmen
Viele Menschen, vor allem kleinbäuerliche Familien, sind unmittelbar in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht. Die schweren Regenfälle und anschließenden Überschwemmungen haben nicht nur die bevorstehende Ernte von Reis, Hirse, Sojabohnen und Erdnüssen vernichtet, sondern auch das daraus gewonnene Saatgut für die nächste Aussaat. Hinzu kommt: Durch die Überschwemmungen von Schulen und Gesundheitszentren haben Kinder keinen Zugang mehr zu Bildung und kranke Menschen keinen Zugang zu medizinischer Versorgung.
Die „Kirche der Geschwister in Nigeria“ (Ekklesiyar Yan’uwa a Nigeria / EYN), eine Partnerkirche der BMDZ, hat Hilfsmaßnahmen in betroffenen Gemeinden gestartet. Der Handlungsbedarf ist groß: Tausende Menschen leiden Hunger und sind auf Nahrungsmittellieferungen angewiesen. Neben medizinischer Versorgung und Hygieneartikeln werden auch dringend Kleidung, Decken und Moskitonetze benötigt. Und natürlich müssen Wohnhäuser, Schulen, Krankenhäuser, Brücken und Straßen wieder instandgesetzt werden.
Engagement mit großen Herausforderungen
Um Hungerkatastrophen zu verhindern, muss kostenloses Saatgut an die Bauern verteilt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Bereich Prävention: Damit die Bewohnerinnen und Bewohner von gefährdeten Regionen besser auf künftige Überschwemmungen vorbereitet sind, sollen sie für Vorsorgemaßnahmen sensibilisiert werden. Humanitäre Hilfe zu leisten ist für lokale Organisationen wie die EYN in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung: Zerstörte Brücken und Straßen erschweren den Zugang, zudem sind Hilfstransporte im Nordosten Nigerias immer wieder ein Ziel von Boko Haram und anderen bewaffneten Gruppen.
Die EYN ist eine junge und schnell wachsende Glaubensgemeinschaft, die im Nordosten Nigerias ansässig ist. 1923 gegründet, bietet sie inzwischen über mehr als zwei Millionen Mitgliedern eine geistliche Heimat. Seit 1959 wird ihre Arbeit von der Basler Mission unterstützt. Schwerpunkte sind ländliche Entwicklung sowie Gesundheits- und Bildungsarbeit. Um den Betroffenen der Flutkatastrophe gezielt helfen zu können, bittet die BMDZ im Namen der EYN um Spenden. Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
BMDZ Spendenkonto
IBAN: DE91 5206 0410 0000 0011 80
Kennwort: Fluthilfe Nigeria