Mittwoch, 05. Februar 2025

Detlev Knoche – ein Verfechter für die Ökumene geht in den Ruhestand

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Am Freitag, 31. Januar ist Dr. h.c. Detlev Knoche mit einem Festakt in der Lutherkirche Frankfurt feierlich in den Ruhestand verabschiedet worden. Detlev Knoche hat in den Jahrzenten seines Arbeitslebens viele tragende Rollen und Aufgaben in der weltweiten Ökumene eingenommen. Seit 2015 leitete er das gemeinsame Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW). Die Evangelische Mission in Solidarität (EMS) führte er als Präsident und Vorsitzender der Vollversammlung durch herausfordernde Zeiten.

Leidenschaftlicher Verfechter für die Ökumene

„In der Ökumene braucht es Menschen wie Detlev Knoche“, ist Anne Heitmann in ihrem Grußwort überzeugt. „Menschen, die Netzwerke knüpfen und Themen verknüpfen. Die dranbleiben und standhaft bleiben, auch wenn es mühsam wird. Menschen, denen es gelingt, die Dinge so zu verknüpfen, dass wir gemeinsam weiterkommen.“

Weitergekommen ist die EMS-Gemeinschaft in den Jahren Knoches Präsidentschaft in jedem Fall. Knoche war ein Motor dafür, dass die Kirche von Nordindien (CNI) und die Christliche Kirche in West-Sulawesi (GKSB) dem EMS-Netzwerk beitreten konnten. Er begleitete einen intensiven Organisationsentwicklungsprozess, in dem Nachhaltigkeitsrichtlinien erarbeitet und ökotheolgische Richtlinien aufgestellt wurden und in dem die Satzung der EMS einer grundlegenden Reform unterzogen wurde. Nicht zuletzt ebnete Knoche seit 2022 den Weg aus den digitalen Zoom-Räumen der Corona-Zeit zurück in den direkten Kontakt und die zwischenmenschliche Vernetzung. „Es war mir immer ein Anliegen, den Menschen den Blick für die weltweite Gemeinschaft und die gemeinsame Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu öffnen,“ so Knoche.

Verantwortung für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung

Detlev Knoche, geboren 1958 in Homberg/Efze, studierte Evangelische Theologie und Erziehungswissenschaften in Frankfurt und Marburg. Der Diplompädagoge und Pfarrer der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) leitete von 2009 bis 2014 das Zentrum Ökumene der EKHN. 2015 wurde ihm die Leitung des neu geschaffenen gemeinsamen Zentrums Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) übertragen. Seit 2012 ist Detlev Knoche Mitglied des EMS-Missionsrats. Nach vier Jahren als stellvertretender Vorsitzender wurde er 2022 zum Vorsitzenden der EMS-Vollversammlung und des EMS-Missionsrats gewählt. 2024 hat Knoche die Ehrendoktorwürde des renommierten Henry Martin Instituts (HMI) in Hyderabad erhalten.

Abschied und Kontinuität

Mit dem beginnenden Frühjahr wird Detlev Knoche mehr Zeit zur freien Verfügung haben. Bereits im November 2024 hat Anne Heitmann den EMS-Präsidiumsvorsitz von Detlev Knoche übernommen. Gleichzeitig wurde er auf der EMS-Vollversammlung erneut in den Missionsrat gewählt. Detlev Knoche geht also in den Ruhestand und bleibt gleichzeitig: ein leidenschaftlicher Verfechter für die Ökumene.