Dienstag, 24. Februar 2026

DOAM-Infobrief: Gemeinsam gegen Diskriminierung

Sinti-Jazz-Konzerte und Buraku-Aufklärung in Japan verbinden Information und Unterhaltung

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Internationaler Austausch unter und mit Diskriminierten in Japan

Der erste Infobrief des Jahres der Deutsche Ostasienmission (DOAM) berichtet von der erfolgreichen Umsetzung einer Idee, die während der Minderheitentagung 2024 entstanden ist: dem internationalen Austausch zwischen marginalisierten Gruppen in Japan und Deutschland.

Auf Einladung des Buraku Liberation Center des Kyodan (BLC) reisten die Sinti-Jazz-Band Die Drahtzieher aus Ravensburg sowie Madeleine Kehrer vom Arbeitskreis Sinti & Roma Baden-Württemberg nach Japan. Begleitet wurden sie von der DOAM-Vorsitzenden Carola Hoffmann-Richter und ihrer Familie. Vor Ort nahmen sie an der Landestagung des BLC teil.

Darüber hinaus organisierte BLC-Direktorin UENO Reina zwei weitere Konzertveranstaltungen in Tokyo und Kobe. Bei diesen informierte Andreas Hoffmann-Richter über die Geschichte der Sinti, während Madeleine Kehrer die aktuelle Situation darstellte. Die Veranstaltungen stießen auf großes Interesse und wurden sehr positiv aufgenommen.

Weitere Beiträge des Infobriefs widmen sich aus deutscher und japanischer Perspektive der Situation von LGBTQ+-Menschen in Südkorea, Japan und Deutschland. Zudem beleuchtet ein Bericht den aktuellen Umgang der chinesischen Behörden mit nicht registrierten protestantischen Hauskirchen.

Zum Abschluss verabschiedet die DOAM ihren langjährigen Ostasienreferenten Solomon Benjamin in den Ruhestand, der inzwischen nach Indien zurückgekehrt ist. Ein Nachruf erinnert außerdem an das frühere Vorstandsmitglied Rainer Lamotte.

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