Donnerstag, 20. August 2026

Elf Freiwillige, fünf Länder: Der neue Jahrgang reist aus

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Zwischen Ende August und Anfang November brechen elf junge Menschen zu ihrem Freiwilligendienst im Nord-Süd-Austausch auf. Ihre Einsatzorte reichen von einer Mädchenschule in Indien bis zu einem Landwirtschaftszentrum in Japan.

Für elf junge Freiwillige des Ökumenischen Freiwilligenprogramms der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) beginnt in diesen Wochen ein besonderer Lebensabschnitt: Neun bis zehn Monate lang werden sie in ihren Gastländern mitleben, mitarbeiten und Neues lernen. Auf diese Zeit haben sie sich Ende Juli bei einem neuntägigen Seminar vorbereitet und dabei gegenseitig kennengelernt.

Den Auftakt macht Ende August Emilia, die in Seoul und Gimhae in Südkorea in der Gemeindearbeit mitwirkt. Einen Tag später reist Hannah nach Indien aus, wo sie an einer Mädchenschule in Madurai eingesetzt wird. Anfang September folgt die größte Gruppe nach Indonesien: Omran und Helen unterstützen die Universität in Tobelo, Sophie ein Kinderheim in Singaraja, Luna und Janina ein Kinderheim in Lambuya. Kurz darauf beginnt Hanna ihren Dienst an einem Landwirtschaftszentrum in Japan, Mitte September starten Marlene in der Umweltbildung in Accra und Anastasia auf der Kinderstation eines Krankenhauses in Agogo, beide in Ghana. Im November schließlich reist Leevke zu einem Kindergarten ins indonesische Mamasa.

Schule, Kinderheim, Krankenhaus, Umweltbildung, Landwirtschaft: Die Einsatzfelder des neuen Jahrgangs zeigen, wie vielfältig ein Freiwilligendienst im Nord-Süd-Austausch sein kann.

Da das Auswärtige Amt derzeit von Reisen nach Jordanien abrät, sind Entsendungen über weltwärts, dem Förderprogramm des Bundes für entwicklungspolitische Freiwilligendienste, aktuell nicht möglich. Das Ökumenische Freiwilligenprogramm der EMS hat in den vergangenen Jahren regelmäßig junge Menschen an das Holy Land Institute for the Deaf und die Theodor-Schneller-Schule vermittelt. Diese Einrichtungen eröffnen Bildungschancen unabhängig von Religion, Geschlecht und körperlicher Beeinträchtigung.

„Unsere Freiwilligen reisen aus, um zuzuhören, zu lernen und Teil einer Gemeinschaft zu werden", sagt Kathrin Lehrbach, Koordinatorin des Nord-Süd-Austauschs. „Wir wünschen ihnen, dass sie sich auf das Fremde einlassen, offen bleiben – und am Ende spüren, wie sehr dieses Jahr auch sie selbst verändert hat."

Jetzt für das kommende Jahr bewerben

Du möchtest selbst einen Freiwilligendienst im Ausland machen? Bewirb dich bis zum 31. Oktober für den nächsten Jahrgang – alle Infos und das Bewerbungsformular findest du auf ems-volunteers.org.

Über das Ökumenische Freiwilligenprogramm der EMS

Im Ökumenischen Freiwilligenprogramm engagieren sich junge Erwachsene zwischen 18 und 28 Jahren für neun bis zwölf Monate in sozialen, entwicklungspolitischen oder kirchlichen Projekten – im Ausland oder in Deutschland. Hinter dem Programm steht die EMS, ein internationales Netzwerk von Kirchen und Organisationen in Afrika, Asien, Europa und dem Nahen Osten. Neben dem Nord-Süd-Austausch gehört auch der Süd-Nord-Austausch zum Programm, bei dem Freiwillige aus den Partnerländern ihren Dienst in Deutschland leisten. Gefördert wird der Freiwilligendienst über das entwicklungspolitische Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).