Montag, 22. Juni 2026
Missionsrat: Beschlüsse und Ergebnisse
Der Missionsrat ist das höchste Entscheidungsgremium der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) zwischen den Vollversammlungen. Er tagte online vom 17. bis 19. Juni. Die Beratungen konzentrierten sich auf die strategische Weiterentwicklung der Organisation in den kommenden Jahren.
Die Mitglieder der EMS beabsichtigen, ihre Gemeinschaft weiter zu internationalisieren und die Zusammenarbeit in Fragen des Glaubens zu stärken. Gemeinsame Programme und Projekte sollen ausgebaut werden.
EMS-Sonntag
Die Feier eines gemeinsamen EMS-Sonntags ist ein Beispiel für die Stärkung der EMS-Gemeinschaft. Er wird rund um den 20. September in Gemeinden in der weltweiten EMS-Gemeinschaft gefeiert.
Pfarrerin Eleanor McCormick, Leiterin der Abteilung Programme und Netzwerke, gab einen Überblick über die Vorbereitungen für den ersten EMS-Sonntag. Sie dankte der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK) und der Presbyterianischen Kirche von Korea (PCK) sowie Pfarrer Kang-Hee Han, Leiter des Fachbereichs Ostasien, und Sunyoung Huh, Regional Support Officer Ostasien, für ihre wertvollen Beiträge zur Gestaltung von Liturgie und Materialien, in die Traditionen und Perspektiven aus Korea eingeflossen sind.
Eine Website mit diesen Materialien ist verfügbar und wird regelmäßig aktualisiert: https://ems-online.org/mitmachen/ems-sonntag.
Projekte und Programme
Pfarrer Dr. Khalid Freij von der Episkopalkirche in Jerusalem und im Nahen Osten und Vorsitzender des Ausschusses des Missionsrats für Programm- und Projektförderung (ProPro) stellte die Empfehlungen des Ausschusses nach dessen Beratungen während einer Sitzung vom 12. bis 14. Juni vor.
Projektanträge werden alle zwei Jahre im Einklang mit dem Budgetprozess genehmigt. Der Missionsrat hat dem ProPro-Ausschuss das Mandat erteilt, Empfehlungen zur Mittelvergabe unter dem Budgetposten „Unterstützung von Programmen und Projekten“ abzugeben.
Der Ausschuss prüfte und bewertete insgesamt 56 Projektanträge. Zudem empfahl er, etwa 10 Prozent des ProPro-Budgets für Kleinprojekte bereitzustellen, von denen jedes mit bis zu 15.000 Euro gefördert wird.
Die endgültige Entscheidung über die zu unterstützenden Projekte und Programme wird auf der Generalversammlung im November getroffen.
EMS-Agenda 2026–2031
Lizwi Mtumtum von der Evangelischen Brüder-Unität in Südafrika (MCSA) und Vorsitzende der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung der EMS-Agenda 2026–2031 stellte den Entwurf vor. Die Agenda mit dem Thema „Botschafterinnen und Botschafter der Hoffnung“ wird der EMS-Generalversammlung im November zur Verabschiedung vorgelegt.
Die Mitgliedskirchen, Verbände und Netzwerke sind nun eingeladen, sich am Konsultationsprozess zu beteiligen und der Arbeitsgruppe bis zum 1. August Rückmeldungen zu geben. Zu diesem Zweck hat das Sekretariat einen Fragebogen vorbereitet.
Finanzen
EMS-Geschäftsführerin Ute Kauffmann berichtete, dass die EMS im Jahr 2025 finanziell stabil ist. Das negative Ergebnis ist in erster Linie auf interne buchhalterische Umgliederungen zurückzuführen. Sie betonte zudem, dass die EMS weiterhin stark auf kirchliche Partnerschaften, Spenden und eine umsichtige Vermögensverwaltung angewiesen ist, um ihre Missionsarbeit zu sichern.
Dr. Fabian Peters von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und Vorsitzender des EMS-Finanzausschusses hob hervor, dass die erwarteten Beiträge der EMS-Mitgliedskirchen in Deutschland in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen werden. Er rief daher die Leitungsgremien der EMS dazu auf, die Aktivitäten der Organisation entsprechend anzupassen.
Drittmittelfinanzierung für Projekte und Programme
Angesichts der zunehmenden finanziellen Einschränkungen der EMS-Gemeinschaft und mit dem Ziel, Spenden und Drittmittel zu sichern und weiterzuentwickeln, schlug die Abteilung Kommunikation und Fundraising vor, Empfehlungen zur Verbesserung und Anpassung der Verfahren zu erarbeiten. Diese sollen im nächsten Projekt- und Programmzyklus (ProPro), der 2027 beginnt, wirksam werden. Das vorgeschlagene Rahmenkonzept wird der Generalversammlung im November 2026 vorgelegt.
Der Missionsrat bekräftigte, dass die finanzielle Unterstützung von Projekten und Programmen ein zentraler Bereich der Zusammenarbeit innerhalb der EMS-Gemeinschaft bleibt, und sprach sich nachdrücklich für verstärkte Bemühungen zur Einwerbung externer Mittel aus.