Montag, 09. Februar 2026
Neue Perspektiven für gemeinsames Wirken in einer globalen Kirche
Eine zweitägige Präsidiumsklausur Anfang Februar bot Leitungspersonen der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) die Gelegenheit, sich persönlich zu begegnen und zentrale Themen für die Zukunft der Gemeinschaft zu beraten.
Gemeinsame Beratung für die Zukunft der EMS
Am 6. und 7. Februar traf sich das Präsidium der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) zu einer Klausur in der Geschäftsstelle in Stuttgart. Auf der Tagesordnung standen Beratungen mit Mitgliedern der Geschäftsleitung zur strategischen Ausrichtung der EMS, Begegnungen mit den Mitarbeitenden der Geschäftsstelle und eine Vorausschau auf die Sitzung des Missionsrats im Juni und die Vollversammlung im November.
Nähe schafft Vertrauen
Bislang habe sich das Präsidium seit seiner Wahl im Jahre 2024 nur online getroffen, so EMS-Präsidentin Anne Heitmann. Aber um sich als Leitungsteam besser kennenzulernen und gemeinsam zu arbeiten, sei ein persönliches Treffen wichtig. Die Gelegenheit, die Mitarbeiten in der Geschäftsstelle kennenzulernen, bekräftige diesen Eindruck: „Wir haben ein motiviertes Team getroffen, deren Mitglieder sich in ihrer jeweils eigenen Weise einbringen.“
Das Präsidium leitet die Vollversammlung sowie den Missionsrat und repräsentiert die EMS nach außen. Seit 2024 besteht es aus vier Mitgliedern – vormals waren es drei –, um die internationale Mitgliedschaft der EMS besser abzubilden. Die vier Mitglieder des Präsidiums tragen dafür Sorge, dass die Beschlüsse der Vollversammlung und des Missionsrats umgesetzt werden.
Ein vielfältiges Leitungsteam für eine globale Gemeinschaft
„Für mich ist die EMS ein Ort, an dem deutlich wird, dass wir Teil einer globalen Kirche sind,“ so Anne Heitmann von der Evangelischen Landeskirche in Baden im Gespräch mit den Mitarbeitenden. „Begegnungen außerhalb unserer eigenen Kirchen und gemeinsame Aktionen stärken diese Verbundenheit. Für mich wird dies in besonderer Weise in der Begegnung mit anderen Frauen im ordinierten Amt spürbar.“
Schon als Kind hat Pfarrer Andrew Odjawo (Presbyterianische Kirche von Ghana) bei seinem Vater gesehen, was es für Menschen bedeutet, wenn sich die Kirche für sie einsetzt, ihnen den Rücken stärkt und ihnen einen guten Start ins Leben ermöglicht. Die Zusammenarbeit in der EMS-Gemeinschaft bedeutet für den Vizepräsidenten „die Welt auf konkrete und nachhaltige Weise zu verbessern.“
„Ich bin eine junge Pfarrerin in einer leitenden Position,“ so Junita von der Toraja Kirche in Indonesien und Vizepräsidentin der EMS. „Das ist für mich eine wunderbare Lernerfahrung und Stärkung, die ich gern an andere weitergeben möchte.“ Erste internationale Begegnungen erlebte sie über das Freiwilligenprogramm: „Ich war sehr erstaunt, dass es Menschen gibt, die so weit reisen, um eine Zeitlang bei uns zu leben.“ Heute sieht Pfarrerin Junita auch in ihren eigenen Reisen die Möglichkeit „Gott im Gesicht anderer wahrzunehmen“ und Vertrauen über Länder hinweg zu bauen.
Für Oberkirchenrat Markus Jäckle von der Evangelischen Kirche in der Pfalz bedeutet die EMS-Gemeinschaft ein Raum, in dem partnerschaftliche Verbindungen zwischen einzelnen Mitgliedern zur gegenseitigen Ermutigung dienen. „Bei Veränderungen, die die Kirchen in Deutschland zu lähmen drohen, ist es ermutigend zu sehen, dass es anderswo Kirchen gibt, die ganz andere Strukturen haben, lebendig sind und wachsen.“
So zeigte das Treffen, dass die Vielfalt der EMS-Mitglieder nicht nur bereichert, sondern auch neue Perspektiven für ein gemeinsames Wirken in einer globalen Kirche eröffnet.