Donnerstag, 14. März 2024

Mission als internationale Lerngemeinschaft

Pfarrerin Kerstin Neumann aus EMS verabschiedet

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Nach mehr als acht Jahren verlässt Pfarrerin Dr. Kerstin Neumann die Evangelische Mission in Solidarität (EMS). Ihre feierliche Verabschiedung fand am vergangenen Mittwoch im Rahmen eines Gottesdienstes in der Stuttgarter Pauluskirche statt.

Kerstin Neumann war Leiterin der Abteilung Programme und Netzwerke und Referentin für Interkulturelle Theologie und Bildung, Frauen und Gender. Von 2018 bis 2020 war sie zudem kommissarische Generalsekretärin der EMS. In den vergangenen acht Jahren hat sie die Entwicklung der EMS maßgeblich mitgestaltet. Mit einem Festgottesdienst würdigten ehemalige Weggefährt*innen aus Kirche und EMS-Gemeinschaft sowie aktuelle und ehemalige Kolleg*innen Kerstin Neumanns Engagement für den interreligiösen und interkulturellen Dialog.

Pfarrer Dr. h.c. Detlev Knoche, Vorsitzender des Internationalen Missionsrats der EMS, hob Kerstin Neumanns Einsatz für die Internationalisierung der EMS hervor: „Ihre Vision von Mission als einer internationalen Lerngemeinschaft, in der Ressourcen und Wissen geteilt werden, hat viele inspiriert und motiviert. Als kommissarische Generalsekretärin von 2018 bis 2020 hat sie die EMS mit viel Engagement durch herausfordernde Zeiten geführt.“ Für Anne Heitmann, stellvertretende Vorsitzende des Internationalen Missionsrats, hat sich Kerstin Neumann insbesondere um die Stärkung der Frauen in den EMS-Mitgliedskirchen verdient gemacht hat: „Sie hat uns Schwestern in der EMS miteinander vernetzt. Gemeinsam haben wir uns gegen die Diskriminierung von Frauen und geschlechtsspezifische Gewalt eingesetzt. Diese Erfahrung, nicht allein zu stehen, ist gerade für die Frauen aus den Minderheitskirchen unglaublich wichtig.“

Kerstin Neumann studierte Evangelische Theologie an der Philipps-Universität Marburg, wo sie später auch promovierte. Als ordinierte Pfarrerin der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat sie sich schon früh dem Dienst an den Menschen und der interkulturellen Begegnung verschrieben. Ihre Jahre in Indien, wo sie als Dozentin und in verschiedenen Missionstätigkeiten wirkte, haben sie nachhaltig geprägt und ihren Blickwinkel wesentlich erweitert. Ihr Weg führt sie nun wieder zurück nach Indien zu ihrem Ehemann Pfarrer Dr. J. David Rajendran, dem ehemaligen Rektor des Tamilnadu Theological Seminary (TTS) in Madurai, mit dem sie zwei Kinder hat.

Kerstin Neumann kam 2015 zur EMS. Rückblickend bezeichnet sie die Zeit in Stuttgart als Höhepunkt ihres beruflichen Engagements. Als Leiterin der Abteilung Mission und Partnerschaft – später umbenannt in Programme und Netzwerke – brachte sie ihre Expertise und Leidenschaft für die interkulturelle Arbeit ein, um die Beziehungen der EMS zu ihren Partnern und die Beziehungen der Mitgliedskirchen untereinander zu stärken.

Der Generalsekretär der EMS, Pfarrer Dr. Dieter Heidtmann, hob in seinem Abschiedswort die persönliche Verbundenheit von Kerstin Neumann mit den Menschen in der EMS-Geschäftsstelle und in den EMS-Mitgliedskirchen hervor: „Du hast der weltweiten EMS-Gemeinschaft mit Deiner vielfältigen ökumenischen und interkulturellen Erfahrung gut getan. Du hast uns allen gut getan mit Deiner Person – so, wie Du bist!“

Wir wünschen Kerstin Neumann Gottes Segen auf ihrem weiteren Weg.