Dienstag, 06. Oktober 2026

EMS-Regionalforum Indonesien:

„Zusammen als Botschafter*innen der Hoffnung“

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Vom 1. bis 4. Oktober 2026 trafen sich die indonesischen Mitgliedskirchen und Projektpartner der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS) in Tobelo auf den Nördlichen Molukken. Gastgeber des Regionalforums war die Evangelische Kirche von Halmahera (GMIH).

Im Mittelpunkt des Treffens standen Diskussionen über die strategische Entwicklung der EMS in den kommenden sechs Jahren, eine gemeinsame Richtlinie zum Umgang mit Beitrittsanträgen aus Indonesien sowie Überlegungen zur Stärkung der gemeinsamen Arbeit.

Die EMS-Kirchen und Projektpartner befürworteten einstimmig den Entwurf der neuen EMS-Agenda 2026-31 „Ambassadors of Hope“. Diese sieht eine Vertiefung der EMS-Gemeinschaft, eine stärkere Beteiligung der Basis sowie die Stärkung des missionarischen Profils der EMS vor. Gemeinsam mit den anderen Mitgliedsorganisationen und Missionsgesellschaften innerhalb der EMS wollen die indonesischen Mitglieder als „Botschafter*innen der Hoffnung“ für die Menschen vor Ort und die Gesellschaft insgesamt wirken. Im Namen der Teilnehmenden betonte Pfarrer Marthen Sambira vom Internationalen Missionsrat der EMS die starken Bande der Einheit und Solidarität unter den EMS-Mitgliedern. Er hob die Bedeutung der Rolle der Kirchen als Botschafter der Versöhnung und des Friedens inmitten der vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit hervor.

Die EMS-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen diskutierten zudem über den Ausbau der Vertretung der EMS in Indonesien. Sie setzen sich für eine Stärkung der Präsenz der EM in Indonesien ein. Über diesen Vorschlag wird der Internationale Missionsrat auf seiner nächsten Sitzung entscheiden.

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Einheit der Kirchen sendet wichtige Botschaft
Das EMS-Regionalforum machte deutlich, wie eng die EMS-Mitglieder in Indonesien inzwischen zusammengewachsen sind. Die Kirchen unterstützen sich gegenseitig bei ihren Programmen für eine kinderfreundliche Kirche, im Projektmanagement, bei der Weiterbildung von Ärzt*innen und in der Seelsorge für die Gemeinden. Pfarrerin Junita, Vizepräsidentin der EMS, würdigte die enge Zusammenarbeit zwischen den Kirchen: „Diese Einheit sendet eine wichtige Botschaft in die heutige Welt.“

Die Christlich-Evangelische Kirche in Halmahera (GMIH) bot einen festlichen Rahmen für die Konferenz. Der Eröffnungsgottesdienst fand in der Imanuel-Gamsungi-Kirche in Tobelo statt und war geprägt von den lokalen kulturellen Traditionen. Alle Teilnehmer*innen und Delegationsleiter trugen traditionelle Trachten aus ihren jeweiligen Regionen. Die Atmosphäre des Gottesdienstes wurde durch traditionelle Musik der Theologischen Fakultät der GMIH bereichert, bei der Instrumente zum Einsatz kamen, die vom Vorsitzenden der GMIH-Synode selbst gefertigt worden waren.

Der Präsident der GMIH, Pfarrer Dr. Demianus Ice, dankte für den Besuch der kirchlichen Delegation in Halmahera: „Wir heißen alle Kirchenleitenden und alle Teilnehmenden mit großer Freude willkommen. Im Einklang mit dem Thema unseres Forums, „Hoffnung“, beten wir, dass dieses Forum die Bemühungen der GMIH um Einheit sowohl verkörpert als auch stärkt.“ Er sprach dem Leiter des Fachbereichs Indonesien, Pfarrer Dr. Djoko Wibowo, seinen besonderen Dank für die Unterstützung des Versöhnungsprozesses in der GMIH aus.

Wunden der Vergangenheit, Hoffnung für morgen
Im Rahmen der Konferenz besuchten die Teilnehmer*innen eine Gedenkstätte für die Opfer der Anschläge auf die christlichen Gemeinden in Halmahera vor 25 Jahren. Gespräche mit den Angehörigen der Opfer machten deutlich, wie tief der Schmerz über diese Ereignisse auch heute noch ist.

Die Delegation besuchte zudem die Gräber von Hendrik van Dijken und Maria Sonpiet. Das Missionarsehepaar wird in der Kirche von Halmahera verehrt, weil sie das Evangelium auf die Molukken gebracht haben.

Die Zukunft der Kirchen in Indonesien spiegelt sich in dem EMS-Projekt einer Kinderbibliothek wider, die im vergangenen Jahr in der einst von den van Dijkens gegründeten Gemeinde eingerichtet wurde. Die Kinder zeigten den Delegierten begeistert ihr eigenes „Kinderhaus“. Und ihre zusammengelegten Hände zeigen: „Gemeinsam sind wir stark!“