Mittwoch, 30. September 2026

EMS stärkt ökumenische Partnerschaften in Japan

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Pfarrer Dr. Kang-Hee Han, Leiter des Ostasien-Referats der EMS, reiste Ende September nach Japan. Dabei traf er Vertreter der japanischen EMS-Mitgliedskirche und von ökumenischen Partnerorganisationen. Im Mittelpunkt standen Gespräche über die weitere Zusammenarbeit, die Stärkung der kirchlichen Beziehungen sowie Besuche bei verschiedenen Einrichtungen.

Zum Auftakt seiner Reise besuchte Pfarrer Han das Tomisaka Christian Center (TCC) in Tokio, das 2026 sein 50-jähriges Bestehen feiert. Das TCC ist ein Forschungsinstitut der Vereinigten Kirche Christi in Japan (UCCJ), der einzigen japanischen EMS-Mitgliedskirche. Es geht auf die historische Arbeit der Deutschen Ostasienmission (DOAM) zurück und bietet bis heute Raum für die Auseinandersetzung mit christlicher Sozialethik, Geschichte und Friedensfragen in Ostasien.

Bei Gesprächen mit der Leitung der UCCJ und des National Christian Council in Japan (NCCJ) wurde die engen Beziehungen mit der EMS bekräftigt. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie die Zusammenarbeit weiterentwickelt und die Zukunftsfähigkeit der japanischen Kirche sowie ihre gesellschaftliche Verantwortung gestärkt werden können.

Auch die Begegnung mit dem Asian Rural Institute (ARI) in der Präfektur Tochigi war Teil des Besuchs. Die ökumenische Ausbildungseinrichtung vermittelt jungen Menschen aus verschiedenen Regionen der Welt Kenntnisse in ökologischer Landwirtschaft und nachhaltiger ländlicher Entwicklung. Dort besuchte Pfarrer Han auch Hanna Zettler, die derzeit im Rahmen des Ökumenischen Freiwilligenprogramms der EMS (EVP) ihren Freiwilligendienst am ARI leistet.

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In Kyoto nahm Pfarrer Han außerdem an der Eröffnung des diesjährigen Interreligiösen Studienprogramms in Japan (ISJP) teil, das in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Das von der EMS unterstützte Programm bringt europäische Studierende und Forschende  mit den religiösen Traditionen Japans in Kontakt und verbindet akademische Auseinandersetzung mit Begegnungen vor Ort. In Zukunft soll das Programm auch für Teilnehmende aus EMS-Mitgliedskirchen in Asien und Afrika geöffnet werden.

Der Besuch machte die vielfältigen Verbindungen der EMS zu Kirchen und ökumenischen Partnern in Japan sichtbar – von kirchlicher Zusammenarbeit und Freiwilligendiensten bis hin zu interreligiösem Dialog und wissenschaftlicher Bildung. Gleichzeitig bot er Gelegenheit, bestehende Partnerschaften zu vertiefen und neue Perspektiven für die gemeinsame Arbeit zu entwickeln.