Mittwoch, 15. Januar 2025

Gemeinsam sind wir stark

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Die Evangelische Mission in Solidarität investiert erneut mehr als 3 Millionen Euro in gemeinsame Projekte und verbessert damit die Lebensbedingungen vieler Menschen weltweit.  

Auch für den Förderzeitraum 2025 und 2026 hat die Gemeinschaft der EMS-Mitglieder eine Fördersumme von 3,04 Millionen Euro beschlossen. Der Betrag bleibt im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Die Mittel fließen in Projekte, deren Förderung die einzelnen EMS-Mitglieder 2023 beantragen konnten und die der EMS-Missionsrat 2024 beschlossen hat.  Für Bildung und Ausbildung wird etwa die Hälfte der Mittel aufgewendet. Gut ein Drittel (37%) wird für diakonische Projekte einschließlich der Armutsbekämpfung eingesetzt. Zehn Prozent werden in Projekte für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung investiert, sieben Prozent in Projekte zur Verbreitung des Evangeliums.

In der Küstenregion Labakkang (Südsulawesi/Indonesien) lernen Landarbeiter*innen im Projekt „Algen gegen Armut“, wie sie den Zugang zum Meer für den Algenanbau nutzen können. Der Rohstoff der Zukunft wächst nach, bindet große Mengen Kohlenstoff und ist vielseitig einsetzbar: vom Superfood bis zum Biokunststoff. “Mit der Aufzucht von Algen verbessern die Projektteilnehmer*innen nicht nur ihre Einkommenssituation, sie leisten auch einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung und zum sozialen Miteinander. Denn das Projekt ist bewusst interreligiös angelegt und bringt Muslim*innen und Christ*innen im gemeinsamen Lernen und Arbeiten zusammen”, sagt Christine Grötzinger, die in der EMS-Geschäftsstelle in Stuttgart die internationalen Projekte koordiniert.

Die Kirche von Nordindien (CNI) kann mit der Unterstützung der EMS-Gemeinschaft den Menschen in den Dörfern der pakistanischen Grenzregion Punjab eine medizinische Grundversorgung anbieten.

Und in Südafrika, einem Land mit hoher Jugendarbeitslosigkeit, baut die Evangelische Brüder-Unität (MCSA), ein Mitglied der EMS, ein landesweites Jugendpastorat auf. Ziel ist es, dass alle jungen Leute im Land eine Ansprechperson in ihrer Nähe haben, die sie bei den Herausforderungen rund um Arbeit, Gesundheit und Identität unterstützt.

Insgesamt werden 47 Projekte gefördert. Zehn Prozent der Fördersumme entfallen außerdem auf zusätzliche Kleinprojekte. Durch die Projektarbeit werden die Lebensbedingungen vieler Menschen weltweit verbessert. Dies ist möglich, weil einerseits Spender*innen die Arbeit der EMS unterstützen und andererseits die Mitglieder in der EMS partnerschaftlich zusammenarbeiten. Sie hören aufeinander. Sie helfen einander und sie bündeln ihr Engagement, um sich gemeinsam für Frieden, Solidarität und gute Lebensbedingungen für möglichst viele Menschen einzusetzen. Sie teilen die Überzeugung: Gemeinsam sind wir stärker als allein.

Auskunft: Christine Grötzinger, Fachbereichsleiterin Programme und Projekte, groetzinger@ems-online.org, Tel. +49 711 636 78 34