Mittwoch, 16. September 2026

Seoul-Erklärung für gerechten Frieden verabschiedet

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Die Internationale Ökumenische Friedenskonvokation 2026 schließt mit einem Aufruf an die Kirchen, ihr Zeugnis und ihr Engagement für den Frieden zu stärken. 

Die Internationale Ökumenische Friedenskonvokation 2026, die vom 9. bis 13. September in Seoul, Südkorea, stattfand, endete mit einem Abschlussgottesdienst in der Kyungdong-Kirche der Presbyterianischen Kirche in der Republik Korea (PROK), einer Mitgliedskirche der Evangelischen Mission in Solidarität (EMS). 

An der Konvokation nahmen Kirchenleitende, Theologinnen und Theologen, Friedensaktivistinnen und Friedensaktivisten sowie ökumenische Partner aus aller Welt teil. In einer Zeit zunehmender globaler Konflikte und wachsender geopolitischer Spannungen bekräftigten die Teilnehmenden das gemeinsame Engagement der Kirchen für Gerechtigkeit, Versöhnung und Frieden. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), der Christlichen Konferenz Asiens (CCA) und dem Nationalen Kirchenrat Koreas (NCCK) organisiert. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Rolle der Kirche als einer Gemeinschaft der Heilung, Versöhnung und Friedensförderung. 

Durch ihre Beteiligung bekräftigte die EMS ihr Engagement, an der Seite von Menschen zu stehen, die von Krieg, Gewalt und Ungerechtigkeit betroffen sind, darunter auch jene, die inmitten anhaltender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel und in anderen Regionen der Welt leben.

Ein zentrales Ergebnis der Konvokation war die Verabschiedung der Seoul-Erklärung 2026 für gerechten Frieden, einer gemeinsamen Erklärung, die Kirchen weltweit dazu aufruft, ihr Zeugnis und ihr Handeln für den Frieden zu stärken. Die EMS-Präsidentin, Pfarrerin Anne Heitmann, arbeitete im Redaktionsausschuss der Erklärung mit.

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Eine gemeinsame Stimme für gerechten Frieden 

Die Erklärung benennt mehrere Schwerpunkte für zukünftiges Handeln: 

  • Verringerung der Kriegsgefahr und Förderung eines friedlichen Zusammenlebens auf der koreanischen Halbinsel.
  • Förderung humanitärer Zusammenarbeit und ökologischer Verantwortung als Wege zum Frieden.
  • Stärkung des kirchlichen Dienstes für Heilung, Versöhnung und Friedensförderung.
  • Ausbau der weltweiten christlichen Solidarität als Antwort auf Konflikte, Ungerechtigkeit und Militarisierung. 

„Die Seoul-Erklärung fordert die Kirchen heraus, nicht nur über Frieden zu sprechen, sondern ihn durch konkretes Handeln, internationale Solidarität und ein erneuertes Engagement für Versöhnung zu leben“, sagte EMS-Präsidentin Anne Heitmann. 

Neben Plenarsitzungen und Workshops bot die Konvokation den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich mit der modernen Geschichte Koreas auseinanderzusetzen. Besuche im Nationalmuseum für Koreanische Demokratie sowie ein Friedenspilgerweg in der Demilitarisierten Zone (DMZ) ermöglichten tiefere Einblicke in den bleibenden Einsatz des koreanischen Volkes für Demokratie, Versöhnung und friedliches Zusammenleben. 

EMS und die koreanischen Kirchen: Jahrzehntelange Partnerschaft 

Die EMS verbindet eine lange und bedeutende Geschichte mit den Kirchen in Korea. Seit Mitte der 1970er Jahre standen Vertreterinnen und Vertreter sowie Partner der EMS, darunter Paul Schneiss, Dorothea Schweizer und Winfried Glüer, den koreanischen Kirchen in ihrem Einsatz für Demokratie, Menschenrechte und Frieden zur Seite. 

Im Laufe der Jahrzehnte führte die EMS dieses Engagement durch Friedensgebetsinitiativen, Partnerschaften und ihre Unterstützung der Versöhnung auf der koreanischen Halbinsel fort. 

Die Erfahrungen der koreanischen Demokratiebewegung und die fortwährende Suche nach einem dauerhaften Frieden inspirieren die EMS-Gemeinschaft bis heute. „Die Konvokation in Seoul hat erneut deutlich gemacht, dass diese Erfahrungen für Kirchen weltweit von großer Bedeutung bleiben, wenn sie den Herausforderungen von Konflikten, Spaltung und Ungerechtigkeit in der heutigen Welt glaubwürdig begegnen wollen“, sagte Pfarrer Dr. Kang-Hee Han, Leiter des Fachbereichs Ostasien bei der EMS.